Das Einrichten meiner ersten Kletterroute am 08.08.2010
Nachdem bei diesem „tollen“ Wetter scheinbar alle etwas besseres zu tun hatten, sind Daniel und ich am Morgen alleine zum Schreistein aufgebrochen.
Das Wetter war mal wieder schlechter als vorhergesagt, aber immerhin besser als die vergangenen Tage. Zügig ging es von der Hufnaglstub’n rauf zum Fels. Dieser war erstaunlicherweise schon trocken – auch schattenseitig!
Nach kurzer Frühstückspause bei Sonnenschein erstmal über die »Kurze Kante« zum Gipfel … Überblick verschaffen. Überhalb des Sektors »Gipfelriss« haben wir dann einen Stand gezimmert und bei anschließendem Abseilen Ausschau nach einem neuen Projekt gehalten.
Eine schöne Linie war schnell gefunden, doch während es bei mir nur bei einem Versuch blieb, konnte Daniel diese auch gleich durchsteigen … ist mir immer noch ein Rätsel, wie er das geschafft hat … oben raus fand er es jedoch selbst ein wenig zu schwer … also nix mit Einbohren.
Beim zweiten Anlauf hatten wir mehr Erfolg:
An der »Hauptwand« haben wir zwischen dem »Schuppentier« und der »Märzensonne« noch eine „freie“ Linie gefunden. Dort konnte ich dann meine erste Route – mit dem Namen »Bone Bruise« – einbohren. Schöne Route mit 6 Zwischenhaken und eigenem Stand (2 BH + Bandschlinge und Karabiner) – wohl die erste Route, die direkt am Gipfel endet. Bewertungsvorschlag: V+ (UIAA).
Nach der Erstbegehung der »BB« konnten wir noch »Kleiner Mann …«, »El Schuppo« und »Der Gärtner« klettern. Als Daniel dann noch in der »Sommerpause« hing, wollten die Regenwolken auch zu uns kommen und wir wurden (mal wieder) unter die Felsnische gespült.
Nach kurzem Unterstand und Brotzeit machten wir uns an den Abstieg. Wir sind dann doch relativ trocken bis zum Parkplatz gekommen.
+++ warum immer so weit fahren, wenn das Gute so nah +++
Tom

