{"id":896,"date":"2009-08-15T22:00:11","date_gmt":"2009-08-15T21:00:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/?p=896"},"modified":"2013-10-13T07:59:08","modified_gmt":"2013-10-13T06:59:08","slug":"birkkarspitze-am-15-08-2009","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/2009\/08\/15\/birkkarspitze-am-15-08-2009\/","title":{"rendered":"\u00d6dkarspitzen und Birkkarspitze am 15.08.2009"},"content":{"rendered":"<p>Kurzfassung von Andreas Tourenbericht:<\/p>\n<blockquote><p>Zusammen mit Ines und Tom ging\u2019s gestern von Scharnitz aus \u00fcber den Brendelsteig auf die \u00d6dkarspitzen und die Birkkarspitze.<\/p>\n<p>Bei diesen sicheren Wetterverh\u00e4ltnissen war diese lange Tour nicht nur risikolos machbar sondern auch ein Genuss. Am Ende waren wir nach 10,5 Stunden wieder am Parkplatz.<\/p>\n<p>Morgens um 7 Uhr haben wir uns am Parkplatz in Scharnitz getroffen. Die ersten 19 Kilometer sind wir mit dem MTB zum Karwendelhaus geradelt. Der erste Kilometer hat gleich eine anstrengende Steigung, danach geht es l\u00e4ngere Zeit mit sehr moderater Steigung das Tal auf einem guten Schotterweg entlang. Erst die letzten paar Kilometer wird es dann richtig anstrengend und man f\u00e4hrt in steilen Serpentinen hoch zum Karwendelhaus. Nach ca. 2 Stunden waren wir am Karwendelhaus (1.771m).<\/p>\n<p>Nach kurzer Pause ging es dann zu Fu\u00df weiter in das Schlauchkar. Die ersten Meter an den Lawinenschutz vorbei ist es steil und mit Drahtseil gesichert. Sobald man \u201eum die Ecke\u201c ins Schlauchkar einbiegt geht es nur noch leicht ansteigend weiter. Recht bald zweigt der Weg zum Brendelsteig nach rechts durch\u2019s Kar ab und f\u00fchrt in einem gro\u00dfen Bogen unterhalb der Felsw\u00e4nde zum einfachsten Teil der Wand. \u00dcber viele Serpentinen und an schwierigen Stellen durch Drahtseil gesichert geht es steil rauf zum Grat. Anschlie\u00dfend geht es den Grat weiter \u00fcber Schrofen und viel Karwendelschotter. Schwierige Stellen sind auch hier durch Drahtseil entsch\u00e4rft. Es ist nirgends allzu ausgesetzt, jedoch muss man bei dem losen Schotter immer aufpassen wo man hinsteigt und welchen Griff man trauen kann. Eine auf dem ersten Blick steile Felswand quert man unschwierig \u00fcber B\u00e4nder und biegt ein ins Marxenkar. Trotz der Schottermassen ist der Weg sehr gut und man steigt sehr \u201emeditativ\u201c mit einzelnen Felsstufen durchsetzt durch diese Mondlandschaft auf den Schotterr\u00fccken der westlichen \u00d6dkarspitze (2.712m). Der Gipfel ist durch ein Stoamandl markiert. Wir waren in etwas unter 3 Stunden ab dem Karwendelhaus auf der westlichen \u00d6dkarspitze. Ok \u2026 Tom und Ines waren ein bi\u00dfchen schneller unterwegs \u2026<\/p>\n<p>Von hier l\u00e4sst sich der Weiterweg gut \u00fcberblicken. Die Mittlere und auch die h\u00f6chste der \u00d6dkarspitzen, \u00fcber deren Gipfel der Weg dann weiterf\u00fchrt, ragt deutlich hervor. Sehr einfach steigt man von der Westlichen zur Mittleren \u00fcber den Schotterr\u00fccken in kurzer Zeit hin\u00fcber. Die Mittlere ist sogar mit einem kleinen Holzkreuz markiert (2.745m) \u2026 sie ist zugleich der zweith\u00f6chste Karwendelgipfel. Von hier zeigt sich dann auch noch die bisher verdeckte \u00d6stliche \u00d6dkarspitze an der die Schl\u00fcsselstellen des gesamten Brendelsteigs sind. Zuerst geht es auf Schotterb\u00e4nder hin\u00fcber zum Fu\u00df der \u00d6stlichen \u00d6dkarspitze. Dort mit Hilfe von einigen Drahtseilen \u00fcber Felsstufen auf den steilen Schrofenr\u00fccken zum Gipfel (2.738m). Im Abstieg zum Schlachkarsattel geht es etwas luftig aber nie zu ausgesetzt den Gratr\u00fccken hinunter. Einige wenige Kraxelstellen sind dabei zu \u00fcberwinden. Mehrere schwierige Stellen sind dabei durch Drahtseile gesichert. An einer Stelle, kurz bevor der Schlauchkarsattel erreicht wird, muss man aufpassen sich nicht nach unten zu versteigen, da hier mit Markierungspunkten gespart wurde. Immer nah am Grat bleiben ist der richtige Weg, auch wenn ein leicht nach rechts unten f\u00fchrende Spur anfangs sehr verlockend aussieht.<\/p>\n<p>Vom Schlachkarsattel (2.639m) dann der letzte Gipfelsturm auf die Birkkarspitze. Ab hier ist die Bergeinsamkeit vor\u00fcber. Zuerst glaubt man gar nicht, dass man den steilen Hang erklimmen kann. Stufen und mit Drahtseil gesicherte Stellen wechseln sich hier ab. Teilweise ist ein gut erkennbarer Weg vorhanden, teilweise verliert sich die Spur und man muss etwas improvisieren. Wer den Weg verliert kommt aber auch abseits davon \u00fcber Schrofen relativ problemlos weiter \u2026 wenn nur nicht dieser lockere Schotter \u00fcberall w\u00e4re.<\/p>\n<p>Von der Westlichen \u00d6dkarspitze bis zur Birkkarspitze kommt man in 1-1,25 Stunden (der schnellere Wert gilt f\u00fcr Tom).<\/p>\n<p>Die Aussicht vom Gipfel der Birkkarspitze (2.749m) dem h\u00f6chsten Punkt des Karwendels ist wie schon auf der gesamte Gipfelwanderung beeindruckend. Tief unten das Schlauchkar und das Karwendeltal. Blick \u00fcber das ganze Karwendel. Nach Norden alles gr\u00fcn und nach S\u00fcden steile Felsw\u00e4nde und gro\u00dfe Schotterkare. Etwas weiter entfernt das Wettersteingebirge, nach S\u00fcden Blick bis zum Alpenhauptkamm. Erstaunlicher Weise war der \u00fcbersichtliche Gipfel gar nicht \u00fcberlaufen trotz herrlichem Wetter, Ferien und Feiertag.<\/p>\n<p>Nach ausreichend Pause hie\u00df es dann den langen R\u00fcckweg anzutreten. Mit dem Wissen im Hinterkopf ein Fahrrad am Karwendelhaus stehen zu haben, l\u00e4sst es sich aber sehr gut absteigen.<\/p>\n<p>Zuerst wieder zur\u00fcck zum Sattel und dann ab ins Schlauchkar. Durch \u201eAbfahren\u201c in den ber\u00fcchtigten lockeren Schottermassen kommt man stellenweise recht flott nach unten.<\/p>\n<p>Nach gerade mal 1,25 Stunden waren wir dann schon wieder am Karwendelhaus, wo wir noch eine kurze Pause einlegten. Es ist erstaunlich wieviel MTBs dort \u201eparkten\u201c und welche Menschenmassen sich zu Fu\u00df in das \u00fcberf\u00fcllte Karwendelhaus hochqu\u00e4lten.<\/p>\n<p>Die Abfahrt nach Scharnitz war dann der reinste Genuss. Bis auf die steile Abfahrt vom Karwendelhaus gleich zu Beginn und einem leichten Gegenanstieg kurz vor Scharnitz kann man sehr gem\u00fctlich zur\u00fcckfahren. Unvorstellbar diese 19 km zu Fu\u00df zur\u00fcckzulegen. Nach knapp einer Stunde waren wir dann wieder an den Autos.<\/p>\n<p>Eine sehr lange und anstrengende Tour die durch beeindruckende Einblicke in die Wildnis des Karwendels und interessanter Wegf\u00fchrung belohnt wird. Insgesamt d\u00fcrften wir mit allen Gegenanstiegen ca. 2000-2200 H\u00f6henmeter zur\u00fcckgelegt haben. F\u00fcr die 38 Kilometer und 800 H\u00f6henmeter zwischen Scharnitz und dem Karwendelhaus ist ein MTB eigentlich ein Muss. Selbst f\u00fcr untrainierte MTBler wie mich ist die Strecke zwar am Ende anstrengend, aber unschwierig.<\/p>\n<p>An der Stelle nocheinmal ein Dankesch\u00f6n an Ines und Tom f\u00fcr\u2019s spontane mitkommen. Auch wenn ich euer Tempo nicht ganz halten konnte und euch wohl etwas ausgebremst habe, hoffe ich ihr habt die Tour genossen. Es hat viel Spa\u00df gemacht mit euch die Tour gemeinsam anzugehen.<\/p><\/blockquote>\n<p><strong>Hier noch ein kurzes Fazit von mir:<\/strong><\/p>\n<p>Super Tour bei bestem Wetter \u2026 jetzt ist endlich Sommer.<\/p>\n<p>Nachdem ich die Tour zusammen mit Ines vor zwei Jahren schon einmal vom Johannistal aus zu Fu\u00df gemacht habe und wir damals leider Pech mit dem Wetter hatten, mussten wir nicht lange \u00fcberredet werden. Wegen der Auffahrt mit dem MTB hatte ich anfangs jedoch ziemliche Bedenken. Ich kann jedoch mit Stolz behaupten, dass ich ohne zu schieben bis zum Karwendelhaus gekommen bin. Wir waren zwar nicht die schnellsten, aber 2 Stunden mit Bergstiefeln und schwerem Rucksack ist nicht schlecht. Was mich jedoch richtig fertig gemacht hat, war, dass uns ein \u201eBergl\u00e4ufer\u201c bei ca. 3\/4 der Strecke \u00fcberholt hat \u2026 sprich, der war zu Fu\u00df schneller von Scharnitz aus am Karwendelhaus als wir mit dem MTB \u2026 es gibt echt krasse Typen.<\/p>\n<p>Was die ganze Sache noch \u00fcbertrifft:<\/p>\n<p>Als ich kurz vor den anderen Zwei am Gipfel der Birkkarspitze ankam, verabschiedete sich gerade eine \u00e4ltere Dame (jenseits der 60) mit den Worten: \u201eIch w\u00fcrde bei dem sch\u00f6nen Wetter gerne noch eine Stunde hier sitzen bleiben, aber ich muss ja noch zur\u00fcck bis auf Holzkirchen fahren.\u201c Im ersten Moment habe ich mir noch nichts dabei gedacht, bis ich sah, dass sie ihre \u00bbShimano-Klickis\u00ab trug (an den F\u00fc\u00dfen nat\u00fcrlich). Eine andere Frau am Gipfel erz\u00e4hlte mir dann, das die \u201eAlte\u201c in der fr\u00fch um 4 Uhr von Holzkirchen mit dem Fahrrad losgefahren sei und \u00fcber das Johannistal hoch gekommen ist und jetzt nat\u00fcrlich den gleichen Weg wieder zur\u00fcck muss. Ich war sprachlos.<\/p>\n<p><strong>Meine Statistikdaten:<\/strong><\/p>\n<p>[<span style=\"text-decoration: underline;\">Bike<\/span>] \u2026 \u201aeinfache Strecke\u2018 \u2026 17,8 km \u2026 869 Hm Auffahrt \u2026 69 Hm Abfahrt<br \/>\n[<span style=\"text-decoration: underline;\">Hike<\/span>] \u2026 \u201agesamte Gipfelrunde\u2018 \u2026 knapp 9 km und 1250 Hm<\/p>\n<p><em>+++ gesamte Tour 2200 Hm auf knapp 45 km +++<\/em><\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>http:\/\/www.roberge.de\/yabb\/index.php?topic=2648.msg21369#msg21369<\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 5px 5px 0;float:left;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/2009\/08\/15\/birkkarspitze-am-15-08-2009\/\" send=\"false\" layout=\"button_count\" width=\"400\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"dark\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kurzfassung von Andreas Tourenbericht: Zusammen mit Ines und Tom ging\u2019s gestern von Scharnitz aus \u00fcber den Brendelsteig auf die \u00d6dkarspitzen und die Birkkarspitze. 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