{"id":373,"date":"2009-08-21T20:00:15","date_gmt":"2009-08-21T19:00:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/?p=373"},"modified":"2013-10-13T07:59:08","modified_gmt":"2013-10-13T06:59:08","slug":"grosse-ochsenwand-am-20-08-2009","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/2009\/08\/21\/grosse-ochsenwand-am-20-08-2009\/","title":{"rendered":"Schlicker-Klettersteig auf die Gro\u00dfe Ochsenwand am 20.08.2009"},"content":{"rendered":"<p>Nach der Ilmspitze und dem Habicht war am dritten und letzten Tag unseres Stubai-Aufenthalts ein absoluter Klettersteig-Klassiker an der Reihe, den ich schon seit Jahren einmal gehen wollte \u2026 der Schlicker-Klettersteig auf die Gro\u00dfe Ochsenwand (2.700m).<\/p>\n<p><strong>Daten zum \u00bbSchlicker-Klettersteig\u00ab<\/strong> (<a href=\"http:\/\/www.stubai.at\/scms\/media.php\/10856\/TOPO_Schlicker_Klettersteig.pdf\">Topo von bergsteigen.at<\/a>)<br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Schwierigkeit:<\/span><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Wandh\u00f6he:<\/span><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Klettersteigl\u00e4nge:<\/span><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Exposition:<\/span><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">Einstiegsh\u00f6he:<\/span><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">erreichte(r) Gipfel:<\/span> Gro\u00dfe Ochsenwand (2.700m)<\/p>\n<p>Da uns vom Vortag noch die 2.000 Abstiegs-H\u00f6henmeter vom Habicht in den Beinen steckten, haben wir entgegen unserer Prinzipien doch eine Bergbahn benutzt, um uns den Zustieg etwas zu verk\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Wir standen also um kurz vor halb 9 mit zig anderen an der Talstation der \u00bb<a href=\"http:\/\/www.schlick2000.at\">Schlick 2000<\/a>\u00ab in <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Fulpmes\">Fulpmes<\/a>. P\u00fcnktlich um 08:30 Uhr sa\u00dfen wir ganz stolz als erstes in der Gondelbahn nach oben. Als wir an der Mittelstation Froneben ausstiegen, wunderten wir uns jedoch, warum wir die einzigen waren, die hier bereits absprangen \u2026 hatten die anderen doch auch \u201eKlettersteigzeugs\u201c dabei.<\/p>\n<p>Schnellen Schrittes ging es auf einem Fahrweg von der Mittelstation \u00fcber die Schlicker-Alm in Richtung Einstieg. Kurz vor dem Einstieg mussten wir feststellen, dass alle anderen an diesem Tag noch fauler waren als wir. Der Rest fuhr scheinbar mit der Bahn bis zur Bergstation Kreuzjoch \u2026 die mussten also keine 650 Hm bis zur Abzweigung zum Klettersteig <strong>auf<\/strong>steigen \u2013 so wie wir \u2013 sondern nur 250 Hm <strong>ab<\/strong>steigen.<\/p>\n<p>Na ja, soetwas kann passieren. Schlimm nur, dass fast alle dieser 26 Personen zu einer einzigen Gruppe geh\u00f6rten \u2026 slowakische und\/oder rum\u00e4nische \u201eHardcore-Alpinisten\u201c im Alter zwischen 18 und 58 Jahren.<\/p>\n<p>Da wir unsere Klettergurte bereits an hatten und der Helm schnell auf den Kopf geschnallt war, konnten wir uns am Einstieg an gut der H\u00e4lfte vorbei mogeln \u2026 die haben zwar b\u00f6se geschaut, aber nichts gesagt. Jetzt hatten wir nur noch die j\u00fcngere Generation dieser Gruppe vor uns. In der \u00fcberh\u00e4ngenden Einstiegswand hat dann schon eine der j\u00fcngeren Damen das Zittern in beiden Knien bekommen. Auf gutes Zureden ihres Freundes hat sie es dann doch noch geschafft. Super dachte ich mir \u2026 das kann ja heiter werden.<\/p>\n<p>Obwohl wir sichtlich schneller waren als die, wollte uns im Steig keiner mehr von denen vorbei lassen \u2026 zumindest anfangs nicht. Es lagen immerhin 700 Hm Klettersteig vor uns, da ist man dann schon mal genervt, wenn einem st\u00e4ndig jemand auf die Hacken steigt \u2026 wir wurden also schlie\u00dflich doch freiwillig von allen vorbei gelassen.<\/p>\n<p>Obwohl der Steig laut Topo stellenweise nur mit <strong>B<\/strong> bzw. <strong>B\/C<\/strong> bewertet ist, war er durchgehend recht anspruchsvoll. Da kennt man gleich den Unterschied zwischen einem modernen Sportklettersteig und einem alten Klassiker. Da findet man nicht auf jedem Meter einen Trittstift und oftmals folgt man dem Stahlseil 10 \u2013 12 Meter ohne eine Zwischensicherung. Ganz zum Schluss geht es dann g\u00e4nzlich ohne Sicherung weiter \u2026 stellenweise eine recht anregende Schrofenkraxelei (UIAA I-II).<\/p>\n<p>Am Gipfel haben wir dann \u201e<a href=\"http:\/\/www.bruckmann.de\/autor-5121-mark_zahel_19.html\">Mark Zahel<\/a>\u201c getroffen \u2026 erfolgreicher Autor unz\u00e4hliger Bergliteratur. Wir mussten ihn bei seiner gem\u00fctlichen Brotzeit f\u00fcr ein Gipfelfoto st\u00f6ren, anschlie\u00dfend fl\u00fcchtete er mit uns auf die Erh\u00f6hung am anderen Ende des Gipfelkamms, wo wir den nachfolgenden Klettersteiglern bei den letzten Metern ihres Gipfelsturms zusahen.<\/p>\n<p>Nach knapp einer Stunde machten wir uns an den Abstieg. Der Abstiegklettersteig (200 Hm) mit max. <strong>C<\/strong> bewertet, war dann nochmal was f\u00fcr Armkraft und Konzentration \u2026 zudem musste man absolut immun gegen Tiefblicke sein. An der Alpenklub-Scharte (2.451m) konnten wir dann wieder entspannen und unsere Ausr\u00fcstung wegpacken. Auf einfachem Steig ging es weiter hinab Richtung Schlicker-Alm. Links ab vom eigentlichen Weg konnten wir dann in wenigen Minuten knapp 300 Hm in einer Ger\u00f6llrinne abfahren \u2026 das war zwar recht ruppig, hat aber irrsinnig viel Spa\u00df gemacht.<\/p>\n<p>An der Schlicker-Alm ging es bei unserem Eintreffen zu wie auf dem Jahrmarkt \u2026 und fast nur Italiener.<\/p>\n<p><strong>Tipp:<\/strong><br \/>\nAuf jeden Fall nach der Schlicker-Alm den kurzen Gegenanstieg in Kauf nehmen und \u00fcber den Erlebnisweg zum <a href=\"http:\/\/www.schlick2000.at\/de\/62109\">Panoramasee<\/a> schlendern.<\/p>\n<p>+ weicher Waldweg<br \/>\n+ lustige \u201eErlebnisweg-Stationen\u201c<br \/>\n+ k\u00fchles Bad im Panoramasee<\/p>\n<p>Weiterer Abstieg \u2026 vom See kurz der Beschilderung folgen, dann einfach \u00fcber die breite Skipiste bis zur Mittelstation Froneben.<\/p>\n<p>Tom<\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 5px 5px 0;float:left;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"http:\/\/www.faszination-klettersteig.de\/wordpress\/2009\/08\/21\/grosse-ochsenwand-am-20-08-2009\/\" send=\"false\" layout=\"button_count\" width=\"400\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"dark\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Ilmspitze und dem Habicht war am dritten und letzten Tag unseres Stubai-Aufenthalts ein absoluter Klettersteig-Klassiker an der Reihe, den ich schon seit Jahren einmal gehen wollte \u2026 der Schlicker-Klettersteig auf die Gro\u00dfe Ochsenwand (2.700m). 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